Persönlicher Werdegang Inge Angelika Kostka

Jahrgang

1944

Familie

verheiratet, zwei erwachsene Töchter

Berufsbeginn

1961   Einzelhandelskauffrau im elterlichen Betrieb,
          Fa. Otto Schmachtenberg, Solinger Stahlwaren, in Kassel

Beruf

1973   Bezirksdirektorin Stuttgarter Versicherung
1979   Versicherungsfachwirtin (IHK)
1981   Filialdirektorin Hypotheken und Finanzierungen ARAG-Lebensversicherung
1986   Vertrieb der Bruderhilfe Versicherung, Kassel
2001   Schulungsreferentin der Bruderhilfe-Versicherung, Ausbilderin für
          die BWV Qualifizierung des Außendienstes,  Fach- und Verkaufstrainerin
2006   Ausbildung zur Webdesignerin
2007   selbstständige Versicherungsvermittlerin nach § 34 d Abs. 4 Gew. O
          der EU – Vermittler- Richtlinie, Personalberatung

2011   Honorar-Dozentin beim Einzelhandelsverband Kassel
2014   Versicherungsmaklerin, angestellt bei J.H. Weber in Kassel

Weiterbildung

Dale-Carnegie-Seminare
Versicherungsfachwirtin IHK
Helfrecht: Großmann - Methode
Helfrecht: Strategisches Management
Handelshaus: PC-Führerschein: Word, Excel, Power Point
Deutsche Versicherungsakademie: Trainerausbildung
Gustav Käser Management u. Verkaufstraining
Breul & Partner: Transaktionsanalyse
Breul & Partner: Konfliktmanagement
Webdesign und Photoshop etc. NeueWegener-Akademie, Fuldabrück

Freizeit

Lesen, Wandern, Reisen    

Vorbild

Marie Curie

Spruch

Suchen Sie nicht nach Fehlern, suchen Sie nach Lösungen.      Henry Ford

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Albanien 2007

Im Land der Skipetaren 

Balkan-Tour 2007:

Montenegro-Albanien-Macedonien
Anfang Juni starteten wir mit insgesamt drei geeigneten, für Expeditionen ausgerüsteten Fahrzeugen zu unserer Balkan-Tour.

MONTENEGRO (war die ehem. kleinste Republik Jugoslawiens)

Dieses Land ist bekannt für die tiefsten Schluchten Europas. Unser Ziel ist der Nationalpark Biogradska Gora im Hochgebirge. Hier finden wir die drei letzten Urwälder Europas, entsprechend sind auch die Pfade. Wir werden auch die Küstenregionen streifen, aber die sind nicht das eigentliche Ziel unserer Reise.

ALBANIEN

Wir wollen das nördliche Gebirge Albaniens befahren und werden dort ausschließlich Geröllpisten und –Pässe vorfinden. Albanien ist wirklich heute noch ein weißer Fleck auf der jetzigen Europakarte. Das hat seine Ursachen in der letzten 100jährigen politischen Entwicklung; siehe hierzu Ausführungen unter „Geschichte“ Wir beabsichtigen sehr abgelegene Bergregionen anzufahren, wo die Bevölkerung noch auf ihre Selbstverpflegung angewiesen ist. Von Ostalbanien beabsichtigen wir auf weiteren engsten Geröllpisten nach Südwest zur Adria zu gelangen und von dort aus nach Nord-Griechenland überzuwechseln.

MACEDONIEN

Wir werden Macedonien nur an der westlichen Grenze streifen bzw. wir wollen den Ohrid-See anfahren und dort das Kloster Sveti Kliment besuchen. An der mittelalterlichen Stadt Sveti Naum südlich des Ohrid-Sees werden wir wieder nach Ostalbanien überwechseln.

NAVIGATION
Von Montenegro sowie in Macedonien hatten wir recht gutes Kartenmaterial. Von Albanien existierte nichts Genaues bzw. das käufliche Kartenmaterial war sehr ungenau und wir wussten, dass es in Albanien so gut wie keine Straßenschilder gibt.

Da unsere Tour aber in abgelegene Bergregionen führte haben wir uns beim Militär umgesehen. Wir haben auch festgestellt, dass es am Markt unterschiedliche Versionen geben muss (sehr alt und "etwas neuer und genauer"). Wir hatten Glück und die neueren Karten-Versionen im Maßstab 1:50.000 bekommen.
Die kosteten uns zwar über 200,-- Euro, das war uns aber die Sache aber wert. Diese Karten wurden gescannt und in TOURATECH-QV installiert.
Aus Google earth haben wir für einige sehr unzugänglich erscheinenden Gebirgsstrecken noch die Koordinaten genommen.

Mit diesem Navigations-Mix kamen wir auch in abgelegenen Bergregionen -alles ohne Straßenschilder- recht gut zurecht.

Geschichte:

Im heutigen Albanien stößt man auf Ausgrabungen die auf 8000 Jahre alte Besiedlungen schließen lassen. Die Illyrer (5. und 6. Jahrhundert von Christus) bauten seinerzeit bereits größere Städte. In der römischen Blütezeit war Albanien ein wichtiger Stützpunkt zwischen Rom und Konstantinopel. Damals wurden die Verbindungsstraßen zwischen Küste und dem Ohridsee gebaut.
Die heute noch bekannte Via Egnatia war 395 km lang. Wir werden bei Shkoder ein Stück befahren. Über diese Via Egnatia fuhren die Besatzer die Normannen im 11. und 12.Jahrhundert von der Adria kommend durch Albanien. Im 13. Jahrhundert war Albanien in der Herrschaft der Osmanen. Heute noch gibt es ein osmanisches Viertel in Berat, wo wir auch vorbeikommen werden. Durch Besatzungen der Österreicher und Russen wurde die osmanische Vorherrschaft gebrochen. Seit bereits nach Beginn des 1. Weltkrieges begann das serbische Gemetzel an der albanischen Bevölkerung im Kosovo-Gebiet, das bis in jüngster Zeit anhielt und nur durch Besatzung der KFOR-Truppen –auch deutsche Soldaten- unterbrochen wurde.
Ab 1945 bis 1990 war das Land unter kommunistischer Regie. Enver Hoxha isolierte dieses kleine Land von der Außenwelt. In dieses Zeit gab es u.a. keinerlei private Transportmittel. Damit sich Ausländer in diesem Land nicht zurechtfinden konnten wurden auch keine Ortshinweisschilder angebracht, die zum großen Teil auch heute noch fehlen. Hoxha sympatisierte eine Zeitlang mit den Russen dann wieder mit den Chinesen.

Bericht vom 7.6.2007 Bisherige Tour: Slowenien

Slowenien offroad
Wir haben ganz schnell die volle Autobahn Kärntens verlassen und sind durch das wunderschöne Slowenien mit seinen steilen Schluchten gefahren.
Von Kraska Gora über den Vsic-Pass durch das enge Trenta-Tal, begleitet vom Soca-Fluss.
Das umfangreiche Tiefdruckgebiet Ende Mai schlug hier voll zu: stärkste Gewitter und Dauerregen. An Wanderungen war nicht zu denken.

Istrien - offroad
Von der Urlauberküste im Westen weiter mit heftigem Gewitter und Regen durch den Ucka-Nationalpark auf 1.000 m Höhe in Richtung Opatja. Hier ist Istrien noch urwüchsig. Die Geröllstrassen waren durch den heftigen Regen recht ausgewaschen. Man kann hier oben im Gebirge ungestört übernachten: absolut empfehlenswerte Touren.

       Slowenien offroad

Insel Cres - offroad

Obwohl Cres eine reine Urlauber-Badeinsel ist, lässt es sich phantastisch auf Geröll-Nebenstrecken diese Insel erkunden. Man trifft auf den schmalsten Hirtenrouten auf kleinste Ansiedlungen. Lammbraten vom offenen Feuer und Rotwein waren first class. Übernachtungen hier oben gleich bei den kleinen Lokalen kein Problem. Wir schlafen ja im HZJ. Besonders empfehlenswert ist an der Westküste der winzige Ort Lubenice. Hier sollte man in 400 m Höhe über den steilen Klippen den Sonnenuntergang über der Kvarner Bucht genießen.

Nationalpark Velebit - offroad

Nationalpark VelebitVon der Adria-Magistrale, ein Ort südlich vin Senj, in Sveti Juraj, geht es in kürzester Distanz auf 1.500 m hoch in den Nationalpark Velebit. Hier oben ist der Geburtsort der Bora (gefürchteter Starkwind) die wir voll "genossen" haben. Hier trifft man feinste Schotterpiste an. Infolge von Waldarbeiten und unserem treuen Begleitern, Tiefdruck und Regen, war die Piste an einigen Stellen recht aufgeweicht. Aber die MUD-Reifen 255/85 matschten sich so durch.
Hier oben soll es über 80 Braunbären geben, dazu Luchse und auch Wölfe, die im Einklang mit der Bevölkerung leben. Es hat noch nie Probleme gegeben. Bayern und der Bär Bruno waren ein schlechtes deutsches Beispiel.


Nationalpark Plitwicer Seen- an der Grenze nach Bosnien-Herzegowina)

Plitwitzer SeenDie bekannten Seen und Wasserfälle standen auch auf unserem Programm-(Karl-May lässt grüßen). Wirklich sehenswert. Wir waren recht früh an Ort und Stelle. Ab 13:00 Uhr waren die Bus-Parkplätze überfüllt. Auf den schmalen Holzplankenstegen war kein Durchkommen mehr. Wir ergriffen die Flucht. Empfehlenswert der große Natur-Campingplatz Auto Camp Korana. Einer der schönsten Plätze bisher. Der Platz ist so geschickt angelegt, dass jeder auf einem Stück Wiese zwischen Bäumen und Büschen steht. Welch ein Kontrast zu den Wohnmobil-Parkplätzen an der Küste.


Kroatien Binnenland

Kroatiens Binnenland ist allein schon eine Reise wert. Es geht durch satte grüne Hochgebirgstäler zwischen hohen Gebirgszügen. Durch den Neubau der Autobahn Zagreb-Split sind die anderen Straßen entlastet. Es lässt sich angenehm reisen. Die uns von früher schon bekannten riesigen Grills mit drehenden Lammbraten existieren auch heute noch.

Dubrovnik
 

Ein Tagesstopp in Dubrovnik ist natürlich absolutes MUSS. Altstadtbesichtigung steht auf dem Programm.
 

Bericht vom 10.06.2007 / Ulcinij, Montenegro

Grenzübergang Kroatien - Montenegro für uns unproblematisch - wenn alle Papiere - Pass- Fahrzeugschein -grüne Versicherungskarte - Führerschein- Brustbild -usw. alles OK- sonst ???
Einige Kroaten vor uns an der Grenze wurden gefilzt. Man merkt nun so langsam aber bestimmt, dass man sich nicht mehr im inneren europäischen Kulturkreis befindet. Orientalische Musik - Händler handeln geschickt- und der Euro ist herzlich willkommen.

Wir haben nun endgültig unsere Komfortwelt mal wieder hinter uns gelassen. Auto-Campingplätze entsprechen "Gott sei Dank" nicht mehr dem gehobenen ADAC Standard.
Wir waren an der Küste und auch im Landesinneren unterwegs und von der Landschaft sehr beeindruckt. Küste mit vielen Inseln, vergleichbar mit der Cote d 'Azur, das Bergland mit den tiefsten Schluchten: Tara-Schlucht die zweit-tiefste Schlucht der Welt, eigentlich nicht vergleichbar-absolut überwältigend.

Was uns noch auffiel:

Straßen werden unter der Regie der EU saniert, hatten im Kosovo-Krieg schwer gelitten. Hier gibt es nur Euro-Währung.
Infolge krassen Übergangs Adria / Hochgebirge abendlich heftige Gewitter. Heute sind wir an der südlichsten Spitze Montenegros angekommen. Der Muezzin meldet sich ab hier mehrmals täglich.
Am 12.6. kommen unsere beiden uns begleitenden Geländefahrzeuge hier an, dann geht es weiter nach Albanien. Internet dürfte dann wohl mangels Verbindungen in Albanien erstmal beendet sein.

Albanien, das für Deutsche noch unbekannte Land

Wir fuhren mit teils doch etwas negativen Vorstellungen von zu Hause los. Freunde und Bekannte meinten durchweg "um Gottes Willen -da kann man doch nicht hin fahren". Die Zeitungen berichteten in den letzten Jahren durchweg Negatives vom Balkan: Cosovokrieg- Flüchtlinge- 50 Jahre Hoxha-Kommunismus- Kriminalität- das prägt sich ein.
Wir wollten aber Europas weißen Fleck auf der Landkarte kennenlernen und ließen uns nicht beirren- und wurden sehr positiv überrascht.

Bevölkerung

Wir trafen auf entgegenkommende, freundliche und wissbegierige Menschen. Bis hoch in die abgelegendsten Bergregionen wurden wir auf Deutsch und englisch angesprochen. Z.B. sprach uns ein Schüler ca. 15 Jahre alt, in akzentfreiem Deutsch an. Er erzählte uns, dass er seit 8 Jahren deutsch im Fernsehen lerne.
Man merkt, dieses Land befindet sich im totalen Aufbruch und sucht Kontakt zur westlichen Welt.
Auf teilweise bereits bestens ausgebauten Fernstraßen findet man Eselskarren mit Heu beladen sowie neueste VW Tuareg. Mercedes Fahrzeuge sind hier das Mass aller Dinge. Autos werden so gefahren, wie man früher Esel ritt, d.h. kreuz und quer im Straßenverkehr.

Religionen

Ca. 65 % der Bevölkerung sind Moslems, 35 % römisch-katholisch oder griechisch orthodox. Hier respektiert man sich gegenseitig. Nicht selten sieht man in Ortschaften neben einem Minarett, von wo aus der Muezzin zelebriert- eine christliche Kirche stehen. In diesem kleinen Staat funktioniert das!!!!
Von dieser Toleranz gegenüber Andersdenkenden sollten sich mal andere "kultivierte" europäische Staaten ein Beispiel nehmen.

Landschaften

Wir sind durch die wilden Schluchten des Kosovo Albanien auf engsten steilen Bergpisten, die nur mit robusten 4x4 Fahrzeugen zu befahren sind, gereist. Mussten durch Bergrutsch zentnerschwere Steine mit der Winde beiseite räumen und fuhren bei schwerem Gewitter und Regen verschlammte, enge Bergpisten entlang des schwarzen Drin-Flusses, eine der spektakulärsten Pisten Albaniens.
Man kann nur allen Abenteurern, die in phantastischer Bergwelt offroad Pisten suchen, die Schluchten des Balkan, die Heimat der Bären, Wölfe und Luchse, empfehlen.
 
Bergstrasse in Albanien
Diese Touren an den steilen Berghängen in Nordalbanien waren für uns absolute Highlights. Man kann in den Bergen des Nordens Dörfer besuchen, die im Winter total von der Aussenwelt abgeschnitten sind.
Unter dem Regime von Hoxha wurden in diesem Lande über 600.000 Betonbunker errichtet, die man nie mehr entfernen kann. Unser Frühstück heisst jetzt "Hoxhas Bunkerservice".
Wir sind z.Zt. im Süden des Landes angekommen und werden heute mit Sicht auf die Insel Korfu an der Adria-Küste bleiben.


Hier wird das Land flacher und man trifft auf geschichtsträchtige Festungen. z.
B. Berat, die Stadt der tausend Fenster, die vor 800 Jahren vor unserer Zeitrechnung erbaut wurde und in deren Mauern heute noch Menschen leben.

Fazit
Wir sind angenehm von diesem Balkanland überrascht, das noch nicht von Touristenströmen überrollt ist. Wo wir herzliche Menschen trafen und sehr gastfreundlich aufgenommen wurden.
Das wird auch bestimmt besonders in der nördlichen Bergwelt noch lange so bleiben. 

Albanien Flagge

Albanische Flagge am Schiff auf dem Koman-Stausee



 

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